Fachkräftesicherung aktiv gestalten: Warum sich eine Betriebserkundung für Ihre Kanzlei lohnt

Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT entwickelt jedes Schuljahr ein Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen in Hessen. Dafür werden Steuerberaterkanzleien gesucht, die im Rahmen einer Betriebserkundung Einblicke in ihre Praxis geben.

Was hat Ihre Kanzlei konkret davon?

1. Frühzeitige Fachkräftesicherung
Lehrkräfte sind zentrale Multiplikatoren in der Berufsorientierung. Wer Ihre Kanzlei und das Berufsbild kennt, empfiehlt beides aktiv weiter – im Unterricht, bei Praktikumsempfehlungen und in Beratungsgesprächen mit Schülerinnen und Schülern.
Ergebnis: Mehr passende Bewerbungen für die Ausbildung.

2. Imagegewinn und Positionierung als attraktiver Arbeitgeber
Sie präsentieren Ihre Kanzlei als modernen, zukunftssicheren Ausbildungsbetrieb. Themen wie Digitalisierung, Teamarbeit, Mandantenvielfalt oder flexible Arbeitsmodelle können Sie authentisch darstellen.
Ergebnis: Stärkere regionale Sichtbarkeit und ein positives Arbeitgeberimage.

3. Zugang zu Schulen
Durch die Zusammenarbeit können sich z. B. Schülerpraktika, Ausbildungsverhältnisse oder auch (dual) Studierendenverträge entwickeln.

4. Geringer Aufwand – große Wirkung
Eine Betriebserkundung ist zeitlich überschaubar, bringt jedoch langfristige Effekte. Sie investieren wenige Stunden und erreichen indirekt zahlreiche Schülerinnen und Schüler über die Lehrkräfte.

5. Stärkung des Berufsstands
Sie tragen aktiv dazu bei, das Berufsbild Steuerfachangestellte/r realistisch und attraktiv darzustellen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist es entscheidend, junge Menschen frühzeitig für steuerberatende Berufe zu begeistern.

Und so kann eine Betriebserkundung in Ihrer Kanzlei aussehen:

Die Inhalte gestalten Sie flexibel – passend zu Ihrer Kanzlei und Ihren Schwerpunkten. Mögliche Programmpunkte sind zum Beispiel:

  • Einblick in den Ausbildungsberuf
    Welche Aufgaben erwarten Auszubildende? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es? Wie sieht der Berufsalltag wirklich aus?
  • Informationen zu Schülerpraktika
    Wie läuft ein Praktikum in Ihrer Kanzlei ab? Welche Voraussetzungen sollten Interessierte mitbringen? Welche Perspektiven ergeben sich daraus?
  • Blick hinter die Kulissen
    Stellen Sie Ihren Kanzleistandort als Ausbildungsort vor – von Arbeitsplätzen über digitale Prozesse bis hin zur Teamstruktur.
  • Persönlicher Austausch auf Augenhöhe
    Im Dialog mit Ausbilderinnen und Ausbildern sowie Auszubildenden entstehen authentische Einblicke, die Lehrkräfte später an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben können.

Organisatorischer Rahmen

Die meisten Betriebserkundungen starten am Nachmittag (ca. 14:00/15:00 Uhr) und dauern in der Regel rund zwei Stunden. An der Veranstaltung nehmen Lehrkräfte, schulische Berufsberaterinnen und Berufsberater sowie – je nach Konzept – auch ausgewählte Schülerinnen und Schüler teil. Ihre Kanzlei gewährt dabei praxisnahe Einblicke in den Ausbildungsalltag und aktuelle Arbeitsprozesse.

Im Rhein-Main-Gebiet lag die durchschnittliche Teilnehmerzahl im vergangenen Schuljahr bei rund 15 Personen pro Veranstaltung. Je nach Region und Betriebsgröße kann diese Zahl selbstverständlich variieren.

Das Format ist bewusst überschaubar gehalten und bietet Raum für persönlichen Austausch sowie authentische Einblicke in Ihre Kanzlei.

Der/Die Ansprechpartner Ihrer Region:

Fulda:
Angelika Bott-Werner, abott123@t-online.de

Mittelhessen:
Sebastian Höhn, SHoehn@vhu.de 
www.schule-wirtschaft-mittelhessen.de/

Nordhessen:
Frauke Syring, frauke.syring@arbeitgeber-nordhessen.de
arbeitgeber-nordhessen.de

Osthessen:
Talisa Dean, TDean@hessenmetall.de 
schulewirtschaft-osthessen.de/

Rhein-Main-Taunus:
Michael Reitz, MReitz@vhu.de
www.schule-wirtschaft-rhein-main-taunus.de

Südhessen:
Katja Kramer, kkramer@hdwsh.de
www.uvsh.de/schulewirtschaft

Wiesbaden-Rheingau-Taunus:
Viktoria Möller, Moeller@hessenchemie.de
www.schule-wirtschaft-wiesbaden.de/